Wasserknappheit

Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen auf der Erde. Ohne Wasser könnte kein Leben existieren und wäre vermutlich überhaupt erst gar nicht entstanden. Doch das blaue Gold ist eine zunehmend knappe Ressource und eine mangelnde Wasserversorgung wird durch den Klimawandel verstärkt.

Alle Lebewesen und Organismen auf dieser Erde brauchen Wasser zum Überleben. Doch die kostenlose Versorgung mit genügend Trinkwasser sowie die Wasserverwendung für zahlreiche andere Zwecke wird in den vielen westlichen Regionen nicht ausreichend wertgeschätzt. Häufig wird erst bei Knappheit bemerkt, wie wertvoll eine Ressource für das alltägliche Leben der Menschen auf der Erde ist und wie verschwenderisch wir damit umgehen. Doch Wasserknappheit ist in zahlreichen Regionen dieser Welt schon ein ernsthaftes Problem und wird in Zukunft aufgrund des Klimawandels noch viel fataler werden.


Warum wird das Wasser knapp?

Schon jetzt haben zwei Milliarden Menschen weltweit keinen direkten Zugang zu sauberem Wasser und zahlreiche weitere leiden unter Wasserknappheit. Bei Wasserknappheit reicht das Angebot an Süßwasser nicht aus, um die Wassernachfrage zu decken, was schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit, die Versorgung und das Wohlergehen der Bevölkerung hat. Doch mit der zunehmenden Häufigkeit von Hitzewellen und Dürren auf unserem Planeten wird die Wasserknappheit zu einem noch gravierenderen Problem. Immer mehr Regionen erreichen momentan weltweit genau diese Grenze, bis zu der sie Wasserdienstleistungen noch nachhaltig erbringen können. 

Die durch den anthropogenen Klimawandel verursachten steigenden Durchschnittstemperaturen führen zu einer größeren und schnelleren Verdunstung von Wasser. Pflanzen und Böden benötigen jedoch mehr Wasser als sonst, trocknen zunehmend aus und müssen daher künstlich bewässert werden. Vor allem im Sommer steigt die Dürregefahr durch geringere Niederschläge. Auch Flüsse und Seen trocknen aus, was erhebliche Probleme bei der Wasserversorgung, Infrastruktur und Landwirtschaft in zahlreichen Regionen verursacht. Außerdem verändert sich durch den Klimawandel auch der natürliche Wasserkreislauf. Während im Sommer die Niederschläge immer weniger werden, wächst die Anzahl der Niederschläge im Spätherbst und Winter. Problematisch ist dabei allerdings, dass die Böden, wenn sie zu ausgetrocknet sind, die Niederschläge oft gar nicht mehr aufnehmen können und die Grundwasserbestände entsprechend nicht aufgefüllt werden. Daraus resultiert die Degradierung von Land und massive Versorgungsengpässe.


Je wärmer es also aufgrund des Klimawandels wird, umso mehr Wasser werden wir benötigen, welches allerdings nicht mehr zur Verfügung stehen wird. 

Hinzukommt auch, dass wir die Wasserressourcen meistens nicht nachhaltig und effizient benutzen, sondern sie sehr verschwenderisch verbrauchen. Wir übernutzen seit Jahrzehnten die natürlichen Grundwasserquellen, verbrauchen also mehr Wasser als sich natürlicherweise über den gleichen Zeitraum wieder regenerieren kann. 

Auch die Energiewirtschaft in Deutschland verbraucht enorme Mengen an Wasser. Ganze 40% unseres Wassers werden zur Kühlung von Gas-, Öl und Kernkraftwerken verwendet. Eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien, die weitaus weniger Wasser benötigen, wäre daher (abgesehen von zahlreichen anderen positiven Auswirkungen wie beispielsweise der Reduktion von CO2-Emissionen) ein durchaus sinnvoller Schritt, um Wasser nicht unnötig zu verschwenden.

Durch die Verschmutzung des Wassers mit Industrieabfällen und chemischen Schadstoffen gefährden wir ebenfalls die noch verbleibenden Wasserressourcen. Weniger als 1% des Süßwassers der Erde ist mittlerweile noch trinkbar. Durch diese Verunreinigung des Wassers zerstören wir nicht nur unsere eigene Lebensgrundlage, sondern auch ganze Ökosysteme, da das verunreinigte Wasser in der natürlichen Umwelt gravierende Schäden wie beispielsweise die Überdüngung der Meere anrichtet.


Konsequenzen

Unsere derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise fördert also keineswegs eine nachhaltige Umgangsweise mit den noch verbleibenden Wasserressourcen.

Die Folgen der durch den Klimawandel voranschreitenden Wasserknappheit und unseres verschwenderischen Umgangs mit Wasser sind fatal. Abgesehen davon, dass Wasser ein Grundbedürfnis des Menschen ist, führt ein Wassermangel auch zu verschlechterten Nahrungsmittelernten, was wiederum Hungersnöte und gewaltvolle Konflikte um Wasserversorgung zur Folge hat. Doch je mehr der Klimawandel voranschreitet, desto stärker werden wir global von Dürreperioden und Wasserknappheit betroffen sein. Um die katastrophalen Auswirkungen von Wasserknappheit zu verringern, sind daher Maßnahmen gegen den Klimawandel sowie der Schutz der globalen Wasserressourcen und eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung unerlässlich. 


Literaturverzeichnis

Terra X Lesch & CO (2020). Dürre Zeiten – Der Kampf ums Wasser – Leschs Kosmos. https://www.youtube.com/watch?v=z6NDVEznxwk