Grundlagen des Klimawandels

Treibhauseffekt, Erderwärmung, Naturkatastrophen – wie entstehen diese Phänomene überhaupt und inwiefern haben sie alle etwas mit dem Klimawandel zu tun? Wir wollen dir heute die Grundlagen des Klimawandels erklären, die du unbedingt wissen solltest.

Ich glaube nicht, dass ich dir noch sagen muss, warum Maßnahmen gegen den Klimawandel erforderlich sind: stetig ansteigende Temperaturen führen diesen Sommer zu Rekord Hitzewellen wie beispielsweise in Indien und Pakistan, wo mehr als eine Milliarde Menschen unter den extremen Wetterbedingungen leiden. Doch auch Überflutungen, Dürren und Waldbrände bahnen sich durch den Klimawandel vermehrt an und bedrohen unsere Existenzgrundlagen auf der Erde. Doch inwiefern entstehen derartige Extremwetterereignisse durch den Klimawandel? Und wie tragen wir Menschen überhaupt dazu bei, dass der Klimawandel immer weiter voranschreitet?

Das Klima und der Treibhauseffekt

Das Klima wird durch den mittleren Zustand, charakteristische Extremwerte und Häufigkeitsverteilungen von meteorologischen Größen wie Luftdruck, Wind, Temperatur, Bewölkung und Niederschlag, bezogen auf einen längeren Zeitraum und ein größeres Gebiet, beschrieben. Dabei können Veränderungen im Klima entweder natürlicher Art sein, beispielsweise die Sonneneinstrahlung, oder anthropogen, was die durch den Menschen induzierte Veränderung des Klimas meint.

Der Eingriff der Menschen in den Zustand des Klimas beginnt im Zuge der Industrialisierung. Dabei bewirken Menschen durch den Ausstoß von bestimmten Gasen und toxischen Stoffen, überregionale und globale Änderungen im Stoffhaushalt der Atmosphäre. Das bekannteste Gas ist Kohlenstoffdioxid (CO2), welches immer entsteht, wenn wir fossile Brennstoffe verbrennen, um beispielsweise unsere Häuser zu heizen, Auto zu fahren, Flugzeug zu fliegen oder Strom zu erzeugen. CO2 gilt als das Gas, welches am meisten zum Klimawandel beiträgt, da es für tausende Jahre in der Atmosphäre bleibt. Doch auch andere Gase wie Methan, das hauptsächlich durch die Landwirtschaft verursacht wird, oder Stickstoffoxid, welches vor allem in Fabriken ausgestoßen wird, gehören zu jenen Gasen, die den Klimawandel vorantreiben. Doch wie schaffen es solche unsichtbaren Gase einen so drastischen Effekt auf das Klima zu haben?

Die Antwort liegt im Treibhauseffekt. Denn all diese Gase haben eine besondere Eigenschaft: Sie lassen die auf die Erde treffende energiereiche Strahlung der Sonne relativ ungehindert durch, absorbieren aber im Gegenzug einen Teil der von der Erdoberfläche abgegebenen Wärme je nach Temperatur. Die Erdoberfläche erwärmt sich so lange, bis die so eingeschlossene Wärme wieder abgestrahlt wird und ein ausgeglichenes Strahlungsgleichgewicht zwischen Erde und umgebendem Weltraum wiederhergestellt ist und damit das Klima stabilisiert ist. Dies zeigt deutlich, dass jede Veränderung eines Klimaelements (hier der Zusammensetzung der Atmosphäre) durch eine Reihe von Wechselwirkungen zu tiefgreifenden und schnellen Veränderungen im gesamten Klimasystem führen kann. Da sich unsere Ökosysteme und Zivilisationen an mehr oder weniger konstante Klimabedingungen angepasst haben, haben solche Veränderungen gefährliche Folgen.

Wenn wir weiterhin so viele Treibhausgase wie bisher ausstoßen, wird die globale Erderwärmung dazu führen, dass Extremwetterereignisse noch häufiger und intensiver vorkommen werden. In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur um rund 1 Grad global angestiegen. Sollten wir unseren Ausstoß nicht zurückschrauben, werden wir zwischen 2040 und 2050 eine globale Erwärmung um 1,5 Grad erreichen, danach wird es noch vor Ende des 21. Jahrhunderts rasant auf die drei oder sogar fünf Grad Erwärmung zugehen. Eine so viel wärmere Welt würde zu einer Zunahme von Dürren, Hitzewellen und Stürmen führen, was den Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Nahrungsmittelerzeugung erheblich erschweren würde. Außerdem werden Kipppunkte erreicht, die eine irreversible Veränderung der Ökosysteme hervorrufen werden, wie zum Beispiel Gletscherschmelze, das klimabedingte Absterben des Regenwandel etc. Sobald diese Kipppunkte erreicht werden, können sie einen Dominoeffekt auslösen, da sich durch Rückkopplungsprozesse der Klimawandel drastisch beschleunigen wird.

Doch noch ist Zeit, um derartige Katastrophen-Szenarien zu verhindern. Schaffen wir es die Co2-Emissionen um 48% bis 2030 und um 80% bis 2050 zu senken, können wir die globale Erwärmung auf 1,5 Grad begrenzen. Dadurch müssen allerdings sofort umfangreiche Maßnahmen in der Politik, Wirtschaft und eine nachhaltige Lebensweise jedes Individuums ergriffen werden, um zur Emissionsreduzierung und somit zum Klimaschutz beizutragen.

Literaturverzeichnis

Umwelt Bundesamt (2021). Klima und Treibhauseffekt. https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimawandel/klima-treibhauseffekt#grundlagen

ZDF (2022). Klimawandel – Die Fakten mit Harald Lesch. https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit/zdfzeit-klimawandel---die-fakten-mit-harald-lesch-100.html