Die Rolle von Ökosystemen zur Bekämpfung des Klimawandels

Ökosysteme sind unerlässlich für das Leben auf der Erde. Sie sind nicht nur Lebensraum zahlreicher Lebewesen (uns Menschen eingeschlossen), sondern stellen auch Nahrung, Wasser, Energie und Medizin zur Verfügung. Doch auch im Kampf gegen den Klimawandel sind Ökosysteme unabdingbar. 


Was sind Ökosysteme?

‚Öko‘ stammt vom griechischen ‚oikos‘, die Bezeichnung für das Heim. Das System meint, das Verbundene und Zusammengestellte, welches in komplexer Weise voneinander abhängt. Der Begriff Ökosystem bezieht sich daher auf eine Lebensgemeinschaft von Organismen und der sie umgebenden unbelebten Natur. Ökosysteme bestehen aus Tieren, Pflanzen, Pilzen, Mikroorganismen oder auch nicht-lebender Materie, die jedoch alle durch chemische, biologische und physikalische Prozesse zusammenarbeiten, um ein funktionales Zuhause zu gewährleisten. Selbst winzig kleine Organismen wie unterirdische Pilze haben ihre eigene Rolle und sind für das Überleben des gesamten Ökosystems entscheidend. Jeder Aspekt eines Ökosystems ist daher unerlässlich für die gesamte Funktionalität, da sich die Ökosysteme über lange Zeit aufeinander abgestimmt entwickelt haben und auf unzählige Weise voneinander abhängen. 


Warum wir Ökosysteme brauchen

Wir Menschen benötigen Ökosysteme, da sie uns mit lebensnotwendigen Dienstleistungen versorgen. Die wesentlichen Prozesse dabei sind die Wasser- und Nährstoffversorgung, sowie der Energiekreislauf. Diese bilden die Grundlage, die wir alle zum Überleben brauchen und ohne die andere wichtige Ökosystemdienstleistungen nicht möglich wären.

Doch auch im Angesicht des Klimawandels sind Ökosysteme unabdingbar. Zum einen sind sie einer unserer wichtigsten Schutzmechanismen gegen den Klimawandel durch die Aufnahme von CO2. Zum anderen verringern Intakte Ökosysteme auch das Risiko von Naturkatastrophen. So können Mangrovenwälder in Küstengebieten beispielsweise Überschwemmungen verhindern oder deutlich abschwächen.


Gefahren

Leben braucht intakte Ökosysteme. Durch den anthropogenen Klimawandel, Verschmutzung der Luft, des Bodens und von Gewässern sowie die Extraktion von Ressourcen gerät das ökologische Gleichgewicht aus der Kontrolle. Obwohl die Dienstleistungen von Ökosystemen für uns lebenswichtig sind, werden Ökosysteme ausgebeutet und zerstört. Auch die Biodiversität ist durch die Degradierung von Ökosystemen gefährdet. Da Biodiversität und Ökosysteme interdependent sind und es komplexe Netzwerke aus symbiotischen Prozessen gibt, kann das eine nicht ohne das andere fortbestehen.


Warum wir die Wiederherstellung von Ökosystemen brauchen

Es reicht mittlerweile nicht mehr aus, die noch bestehenden intakten Ökosysteme lediglich zu schützen. Auch zerstörte Ökosysteme müssen wieder hergestellt werden, um ein ökologisches Gleichgewicht zu erreichen. Die Wiederherstellung von Ökosystemen ist ein Prozess, der die Wiederherstellung eines geschädigten oder zerstörten Ökosystems unterstützt. Es reicht also nicht aus, die Abholzung der Regenwälder zu stoppen, sondern die bereits abgeholzten, zerstörten Waldgebiete müssen durch kollektive Bemühungen wieder hergestellt und renaturiert werden. Durch die Wiederherstellung von Ökosystemen haben wir eine doppelte Wirkung – einerseits die Schaffung von Ausgleichsmaßnahmen und andererseits den Schutz gefährdeter Lebensräume. Denn die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist für die Anpassung der Ökosysteme an den Klimawandel unerlässlich.


Literaturverzeichnis

Ecoresolution. What is an Ecosystem? https://www.ecoresolution.earth/resources/what-is-an-ecosystem

Ecoresolution. Ecosystem & Climate. https://www.ecoresolution.earth/resources/ecosystem-and-climate